Bürgerinfosystem Neustadt in Holstein

Auszug - Uferwanderweg zwischen Neustadt in Holstein und Pelzerhaken im Bereich des Steilufers  

 
 
Sitzung des Tourismusausschusses
TOP: Ö 5
Gremium: Tourismusausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Di, 24.02.2026 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:30 - 21:13 Anlass: Sitzung
Raum: Tourist-Info Pelzerhaken
Ort: Dünenweg 7, 23730 Neustadt in Holstein - Pelzerhaken
VO/3480/26 Uferwanderweg zwischen Neustadt in Holstein und Pelzerhaken im Bereich des Steilufers
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Federführend:3 Bauamt Beteiligt:5 Tourismus-Service
Bearbeiter/-in: Weise, Antje  34 Tiefbau / Bauhof

Herr Hoff erklärt sich für befangen, übergibt die Leitung um 19:45 Uhr an Herrn Schumacher und verlässt den Saal.

 

Herr Schumacher übergibt das Wort an Herrn Brand. Dieser stellt seine Präsentation vor.

 

Frau Heß merkt an, dass der Tourismusausschuss das Thema aus touristischer Sicht und der PUBA das Thema im Folgenden aus baulicher Sicht behandele. Ferner ergänzt sie, dass es für den Tourismus ein sehr relevantes Thema sei, den Uferwanderweg wieder herzustellen, da er einerseits zwei Ortschaften miteinander verbindet und andererseits den Gewerbetreibenden Pelzerhakens mehr Frequenz und damit einhergehend Umsatz böte. Die Investition in Höhe von geschätzten 180.000 € könnte auf die Kurabgabe umgelegt werden, so dass der Haushalt der Stadt Neustadt in Holstein mit jährlich rund 4.600 € belastet werden würde.

 

Herr Schumacher befragt den Ausschuss, ob es Wortmeldungen dazu gibt.

 

  1. Herr Hansen merkt an, dass 180.000 € für einen 2 Meter breiten Weg sehr viel Geld sei und möchte wissen, ob denn auch 1,5 Meter breite denkbar seien. Herr Brand teilt mit, dass die Bewirtschaftung des Uferwanderwegs durch den Bauhof eine Mindestbreite für die Kleinstwagen benötigen. Ein Weg mit unter 2 Meter Breite hieße, dass die Bewirtschaftung des Weges in den Folgejahren zu Fuß erfolgen müsse. Dies sei unwirtschaftlich aufgrund des extrem hohen Zeitaufwands.
  2. Herr Reichert teilt mit, dass er den Uferwanderweg für sehr wichtig hält und plädiert dafür, den Weg zu sanieren.
  3. Herr Stoehr möchte wissen, ob Herr Brand eine Garantie geben könne, dass der Weg hält. Herr Brand entgegnet ihm, dass niemand eine Garantie geben könne und dass der Weg länger nutzbar sei, je weiter er landeinwärts verlaufen würde. Wege in direkter Küstenlage seien jedoch immer von Erosion gefährdet.
  4. Herr Stein prophezeit, dass es wieder passieren werde.
  5. Herr Hansen möchte wissen, um wie viele Meter der Weg landeinwärts verlegt werden sollte/müsse. Herr Brand teilt mit, dass eine geotechnische Notwendigkeit bestehe und der Weg je nach Lage zwischen 3 und 8 Meter zu verlegen sei.
  6. Frau Hay möchte wissen, ob schon mit den betroffenen Grundstückseigentümern gesprochen worden sei. Der Bürgermeister teilt mit, dass Gespräche mit den Grundstückseigentümern vor der Beratung im Hauptausschuss stattgefunden hätten.

 

Herr Schumacher lässt nun Fragen der Gäste zu.

  1. Ein Gast teilt mit, dass ein Gespräch mit dem Bürgermeister stattgefunden hätte. Ihm sei der Weg sehr wichtig, eine Verschiebung landeinwärts und somit die Wegnahme eines Teils seines Grundstücks ihm aber weh tue.
  2. Ein Gast teilt mit, dass sich der Hauptausschuss gegen eine Wiederherstellung des Uferwanderweges entschieden habe und die Grunddienstbarkeit, also das Wegerecht der Stadt Neustadt in Holstein, aufgegeben werde. Der Bürgermeister entgegnet, dass die Eigentümer zwar vom Ersten Stadtrat Herrn Vowe per Schreiben über den Beschluss informiert wurden. Aufgrund der Vertragsfristen sei eine Umsetzung noch nicht erfolgt.
  3. Ein Gast möchte wissen, ob die Grundstückseigentümer zukünftig für den Weg verantwortlich seien. Der Bürgermeister teilt mit, dass der Hauptausschuss beschlossen hat, den Weg aufzugeben. Herr Schumacher teilt jedoch mit, dass nun auch der Tourismusausschuss und der Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss darüber beraten, nicht nur der Hauptausschuss.
  4. Ein Gast merkt an, dass er Ingenieur sei und die Präsentation von Herrn Brand Hand und Fuß habe und die Geschäftswelt von Pelzerhaken ruiniert werden würde, wenn der Weg nicht instandgesetzt werden würde.
  5. Ein Gast merkt an, dass einige Büsche einen enormen Überhang haben und zur Rettung des Weges diese Büsche zu entfernen seien. Herr Brand teilt mit, dass die Wurzeln dieser Büsche eine stabilisierende Wirkung haben und dass das teilweise darunter befindliche Erdreich inzwischen ausgehöhlt sei. Ohne diese Büsche würde der Weg komplett zusammenbrechen.

 

Herr Schumacher beendet die Diskussion und führt mit dem Beschluss und seiner Abstimmung fort.

 


Beschluss:

Der durch den natürlichen Abbruch des Steilufers teilweise unpassierbar gewordene Uferwanderweg zwischen Neustadt in Holstein und Pelzerhaken soll wegen seiner großen Bedeutung für den Wirtschaftszweig Tourismus und die Einheimischen wieder durchgängig verkehrssicher nutzbar gemacht werden. Der Bürgermeister wird beauftragt, den Weg im Bereich des Steilufers, in Abstimmung mit den Eigentümern, landeinwärts verlegt neu zu bauen. Die Kosten in Höhe von ca. 180.000 € sind in den NTHH 2026 einzustellen.

 


Abstimmungsergebnis:

Ja-Stimmen: 7 Nein-Stimmen: 0 Enthaltungen: 1

20:35 Uhr: Herr Hoff kommt zurück, Herr Stoehr verlässt den Saal.

20:35 Uhr: Herr Schumacher übergibt die Leitung zurück an Herrn Hoff.

20:36 Uhr: Herr Stoehr kommt zurück.