Bürgerinfosystem Neustadt in Holstein
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Bericht: Unter dem Tagesordnungspunkt „Projekte“ berichtet Herr Dr. Jahn über den aktuellen Stand der Projekte.
Er gibt einen Zwischenbericht zum Prüfauftrag hinsichtlich der Umsetzungsvarianten einer eigenen oder gemeinsamen Wassergewinnung bzw. -aufbereitung für die Stadt Neustadt in Holstein (Antrag CDU, BGN und SPD vom 02.07.2025). Ein entsprechender Bericht liegt dem Ausschuss auch in schriftlicher Form vor.
Einleitend stellt er die drei möglichen Varianten dar. Im Ergebnis führt die Aktualisierung der Konzeptstudie aus 2010 für ein eigenes Wasserwerk zu prognostizierten Trinkwasserpreisen von 2,18 bis 2,39 Euro netto je Kubikmeter. Herr Dr. Jahn bewertet dies als unzumutbare Belastung für die Bürgerinnen und Bürger und spricht sich gegen eine Weiterverfolgung dieser Variante aus. Im Hinblick auf mögliche Kooperationsmodelle zeigt er die bestehenden Kooperationspotenziale auf. Der Fokus soll zunächst auf Gespräche mit den Gemeindewerken Malente sowie dem Zweckverband Karkbrock liegen. Das Angebot des ZVO auf Verbandsbeitritt wird grundsätzlich wohlwollend bewertet, aktuell jedoch als nicht zielführend im Hinblick auf die Interessen der Stadtwerke und der Stadt eingestuft.
Im Anschluss übergibt Herr Dr. Jahn das Wort an Herrn Schlicht, der über den Projektstatus zur Anbindung der MHKW-Wärme im Bereich Am Holm/Reiferbahn berichtet. Er erläutert insbesondere die zu erwartenden Beeinträchtigungen in der Straße „Am Holm“ sowie in der „Eutiner Straße“ in den kommenden Monaten und stellt die Maßnahmen zur Information und Einbindung der betroffenen Anlieger dar. Der Beginn der Baumaßnahme ist voraussichtlich Anfang Juni vorgesehen. Über den Baufortschritt informiert eine eigens eingerichtete Baustellenseite der Stadtwerke im Internet.
Des Weiteren berichtet Herr Schlicht über den Stand des Rückbaus der Gasspeicheranlagen in der Sierksdorfer Straße. Er erläutert die Hintergründe sowie das aktuelle Vorgehen. Auf Nachfrage von Frau Giszas zur zukünftigen Nutzung des Grundstücks führt er und Herr Dr. Jahn aus, dass ein Teil weiterhin als Gasübergabestation genutzt werde. Im Übrigen ist eine Nutzung als Lagerfläche für die Stadtwerke vorgesehen. Darüber hinaus befindet man sich im Austausch mit der Stadtverwaltung über alternative Nutzungsmöglichkeiten.
Im weiteren Verlauf übernimmt Herr Dr. Jahn wieder das Wort und stellt den Abschlussbericht zur Kanalinspektion im Schmutzwassernetz der Ortsteile Pelzerhaken und Rettin vor. Er berichtet über die Ergebnisse der Kamerabefahrung von über 10 Kilometern Schmutzwassernetz und skizziert die weiteren Schritte. Insbesondere soll ein Schadenskataster gemäß DWA-M 149-3 erstellt werden. Er weist darauf hin, dass sowohl im Zusammenhang mit den Ergebnissen der Kanalinspektion als auch im Rahmen des Masterplans Netze 2035 mit steigenden Investitionen in die Netzinfrastruktur zu rechnen ist. Auf Nachfrage von Herrn Geusen-Rühle, inwieweit es sich dabei um investive Maßnahmen oder laufenden Aufwand handelt und welche Auswirkungen dies auf die Abwassergebühren haben wird, verweist Herr Dr. Jahn auf eine Untersuchung der DWA von 2020. Diese geht davon aus, dass etwa die Hälfte der identifizierten Maßnahmen dem Aufwandsbereich zuzuordnen ist. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die Sanierung des Kanalnetzes zu steigenden Abwassergebühren führen wird.
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