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Auszug - Aktuelles aus der Energiewirtschaft  

 
 
Sitzung des Stadtwerkeausschusses
TOP: Ö 5.1
Gremium: Stadtwerkeausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 13.04.2026 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:30 - 22:07 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal der Stadtwerke
Ort: Neubau - Neukoppel 2, 23730 Neustadt in Holstein

Bericht:

Herr Dr. Jahn berichtet unter dem Tagesordnungspunkt „Aktuelles aus der Energiewirtschaft“ anhand einer Präsentation über das Eckpunktepapier zum Gebäudemodernisierungsgesetz vom 10. März 2026. Er zeigt auf, wie sich die vorgesehenen Änderungen auf das Energieeffizienzgesetz auswirken und erläutert zudem die Hintergründe der sogenannten Biomassetreppe sowie der Grüngasquote.

Insgesamt bilanziert Herr Dr. Jahn, dass die Auswirkungen des Eckpunktepapiers auf die Stadtwerke als gering einzustufen seien. Er bewertet das Eckpunktepapier im Wesentlichen als ein politisches Signal im Hinblick auf die Pflicht zur Nutzung von 65 % erneuerbarer Energien bei Neubauten und Bestandsgebäuden.

Zudem hinterfragt er die Auswirkungen auf die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung. Er legt dar, dass im geltenden Gebäudeenergiegesetz eine mittelbare Kopplung zwischen der Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energien bei neuen Heizungen und einer gebietsbezogenen Differenzierung besteht, die wiederum an die kommunale Wärmeplanung anknüpft. Diese Kopplung soll laut Eckpunktepapier aufgehoben werden. Auch hieraus ergeben sich nach seiner Einschätzung keine Auswirkungen auf die Stadt Neustadt in Holstein, da im Beschluss zur Aufstellung der kommunalen Wärme- und Kälteplanung für das Stadtgebiet Neustadt in Holstein keine Ausweisung von Gebieten zum Neu- oder Ausbau von Wärmenetzen oder als Wasserstoffausbaugebiete nach § 26 WPG vorgenommen wurde.

Im Anschluss übergibt Herr Dr. Jahn das Wort an Herrn Heckmann. Dieser berichtet über die aktuelle Marktentwicklung in der Strom- und Gasbeschaffung. Er erläutert die Auswirkungen der Iran-Krise auf die Preisentwicklung sowie die Konsequenzen für das Beschaffungsportfolio der Stadtwerke. Abschließend bilanziert Herr Heckmann, dass keine bzw. nur sehr geringe Auswirkungen zu erwarten sind, da die Stadtwerke aufgrund ihrer langfristigen Beschaffungsstrategie gut auf solche Krisensituationen vorbereitet seien.