Bürgerinfosystem Neustadt in Holstein
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Herr Fenner führt in die Vorlage ein. Die Verwaltung habe geprüft, ob der Standort der Grundschule am Steinkamp langfristig ausreichend sei und die zu erwartenden Einschulungszahlen aufnehmen könne. Für den Ausbau der Offenen Ganztagsschule (OGS) gebe es bereits konkrete Planungen, die Ausschreibung der Planungsleitungen sei für dieses Jahr vorgesehen. Das vom AfgA bereits beschlossene Raumprogramm berücksichtige weitere notwendige Schritte, um langfristig steigende Schülerzahlen aufnehmen zu können. Auch die Vergrößerung der Mensa sei aufgrund der steigenden Schülerzahlen erforderlich. Diese Anforderungen wurden in den Planungen des Bauamtes berücksichtigt und erfüllt. Die Mensa müsse ebenfalls erweitert werden, da die Kinder aktuell in zwei Schichten Essen müssen. Durch den geplanten Umbau soll ein gleichzeitiges Mittagessen für alle Kinder möglich sein. Durch den Ausbau kann der aktuelle Standort am Steinkamp den erwarteten Zahlen gerecht werden.
Herr Geffken führt aus, dass er aufgrund des Zuzugs von Fachkräften mit einem stärkeren Anstieg der Kinderzahlen rechne.
Herr Fenner entgegnet, dass der geringe Zuwachs an Kindern in den vergangenen zehn Jahren statistisch belegt sei. Die geplanten Schulkapazitäten seien vor diesem Hintergrund ausreichend. Selbst bei einer Hochrechnung könne im Jahr 2032 ein Höchststand von 599 Schülerinnen und Schülern erreicht werden. In diesem Fall würde sich die Schule zwar an der Belastungsgrenze bewegen, könne jedoch weiterhin alle Kinder aufnehmen. Nach dem Jahr 2032 sei wieder von sinkenden Kinderzahlen auszugehen. Auch zuziehende Familien seien bereits im Demografierechner berücksichtigt worden, da dort alle Projekte, die neuen Wohnraum in Neustadt in Holstein schaffen, hinterlegt seien.
Herr Kruschke fragt, was der Grund dafür sei, dass bis 2032 ein Anstieg der Kinderzahlen zu erwarten sei und dann die Zahl wieder abnimmt.
Herr Fenner erläutert, dass ab den Jahren 2031/32 vergleichsweise geburtenschwache Jahrgänge mit etwa 90 Geburten eingeschult würden. Es sei daher davon auszugehen, dass sich der aktuell rückläufige Trend weiter fortsetze.
Herr Rieger ergänzt, dass die Statistik sämtliche maximal geplanten Wohneinheiten einbeziehe. Nach deren Umsetzung sei mit einem Rückgang des Zuzugs zu rechnen, was auch den bundesweiten demografischen Entwicklungen entspreche.
Herr Stein äußert, dass in der Vergangenheit bereits Beschlüsse zur Reduzierung von Bauvorhaben vorlagen, jedoch mehr gebaut wurde. Es sei daher davon auszugehen, dass die Bautätigkeit kontinuierlich fortgesetzt werde. Die Fehmarnbeltquerung werde voraussichtlich zu weiterem Zuzug führen. Darüber hinaus seien Krisen, wie der Ukrainekrieg, nicht vorhersehbar. Es bestehe jedoch die Möglichkeit, dass zukünftige Krisen zusätzlichen Zuwachs bewirken. Neustadt in Holstein müsse auf solche Entwicklungen vorbereitet sein.
Herr Geffken verweist auf skandinavische Länder als Vorbild, in denen öffentliche Gebäude multifunktional genutzt würden. Ein Rückgang der Kinderzahlen bei gleichzeitiger Zunahme der älteren Bevölkerung könne eine flexible Umnutzung öffentlicher Gebäude erforderlich machen. Beispielsweise sei eine abendliche Nutzung der OGS-Räumlichkeiten für Seniorinnen und Senioren denkbar.
Herr Rieger sagt, dass die Attraktivität der eigenen Gemeinde häufig überschätzt werde. Daher solle man realistisch denken und statistisch schauen, wie die Einwohnerzahl in Neustadt in Holstein steigen werde. Ostholstein verzeichne keinen guten Zuwachs. Der Demografierechner habe das alles eingerechnet und könne realistisch den Zuwachs aufzeigen. Die Prognose von 599 Kindern in 2032 sehe er als eher unrealistisch und zu hoch gegriffen.
Herr Marggraf stellt den gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen zu TOP 2 vor und bittet, die Möglichkeit eines Neubaus der Grundschule Neustädter Bucht an einem neuen Standort zu prüfen. In diesem Zusammenhang sind auch mögliche Fördermittel zu ermitteln und darzustellen. Nach Auffassung der CDU-Fraktion bilde der aktuell zugrunde gelegte Demografierechner nicht alle relevanten zukünftigen Entwicklungen ausreichend ab. Diese Prüfung sei notwendig, um eine langfristig tragfähige, pädagogisch, funktional und baulich angemessene Lösung zu gewährleisten. Herr Block merkt an, dass es hilfreich gewesen wäre, den Antrag schriftlich und zu einem früheren Zeitpunkt vorzulegen. Eine sachliche Diskussion sei unter diesen Umständen nicht möglich.
Frau Giszas schließt sich der Einschätzung der Verwaltung an und äußert Vertrauen darin, dass alle Kinder aufgenommen werden können. Der Ausbau hätte bereits beim Bau der Grundschule am Steinkamp berücksichtigt werden müssen. In die Schule sei bereits erheblich investiert worden.
Herr Rieger weist darauf hin, dass der aktuelle Schulstandort aufgrund seiner zentralen Lage für alle Schülerinnen und Schüler in Neustadt in Holstein gut erreichbar sei. Der Schulhof sei 6.000 m² groß und damit größer als der alte Schulhof der Hochtorgrundschule.
Frau Spiegel legt dar, dass die Kapazitäten der Schule bereits aktuell stark ausgelastet seien. Es bedürfe zeitnah eine Lösung für die kommenden Jahre. Dabei spiele auch die Förderung durch Kreis und Staat eine Rolle und dort werden nur nach faktisch basierten Zahlen berücksichtigt und kein theoretischer Zuwachs einberechnet.
Frau Weise schildert, dass der aktuelle Antrag für die OGS-Förderung acht große Klassenräume für die OGS schaffe. In Verbindung mit der Erweiterung der Mensa belaufe sich der Neubau auf Kosten von rund sieben Millionen Euro ohne Förderung. Bis zu 85 % der Kosten könnten gefördert werden; eine verbindliche Förderzusage liege noch nicht vor. Die Förderung werde voraussichtlich deutlich höher ausfallen als bei einer regulären Schulbauförderung im Falle eines Neubaus.
Herr Marggraf erklärt, dass er die genannten Kosten sowie die mögliche Fördersumme erstmals in dieser Sitzung höre. Die Kosten für einen Neubau seien bislang nicht bekannt. Es fehle an Vergleichsoptionen. Dem Demografierechner könne er nicht vollständig vertrauen; er rechne vielmehr mit einem deutlichen Bevölkerungszuwachs.
Es folgt eine Diskussion über die zukünftige Bevölkerungsentwicklung und die Bauplanung.
Herr Rieger teilt mit, dass im Falle eines unerwartet starken Anstiegs der Kinderzahlen ein weiterer Ausbau der Schule sowie die Errichtung zusätzlicher Gebäude auf dem bestehenden Grundstück möglich seien. Ein Neubau sei hingegen nur auf einer freien Fläche realisierbar und aufgrund der Lage weniger attraktiv.
Herr Fenner ergänzt, dass selbst die Hochprognose von 599 Einschulungskinder realistisch nicht zu erwarten sei. Bei mehreren Kindern ist auch eine Erweiterung des neuen OGS-Gebäudes um ein weiteres Stockwerk möglich. Der Standort Steinkamp sei zukunftsfähig und könne alle erwarteten Kinder aufnehmen.
Es folgt eine fünfminütige Pause.
Herr von Hörsten könne nicht über den Antrag der Fraktionen CDU und Bündnis 90/Die Grünen abstimmen, da der Antrag erst am Morgen des Sitzungstages per Mail eingegangen sei. Der Antrag sei nicht faktenbasiert genug.
Frau Sagawe meldet, dass die Schule bereits jetzt zu klein sei. Für langwierige Planungen bestehe keine Zeit mehr. Bei einer Kinderzahl von 599 im Jahr 2032 entspreche dies sechs Klassen mit jeweils 25 Kindern, was mit dem geplanten OGS-Ausbau vereinbar sei.
Herr Casprowitz erklärt, dass das Thema eines Neubaus bereits in der Sitzung am 03.06.2025 diskutiert wurde und seitdem bekannt sei. Bereits da wurde über einen gewünschten Neubau gesprochen. Es werde kein sofortiger Neubau gefordert, sondern lediglich die Prüfung dieser Option sowie eine Diskussion möglicher Alternativen. Die in Aussicht stehenden Fördermittel für den OGS-Ausbau sprächen für die Weiterentwicklung und den Erhalt des bestehenden Standorts und gegen einen Neubau.
Herr Spieckermann erinnert, dass dieser gemeinsame Ausschuss schon früher stattfinden sollte, jedoch aus verschiedenen Gründen verschoben worden sei.
Herr Marggraf zieht den gemeinsamen Antrag von CDU und Bündnis 90/Die Grünen zurück.
Beschluss: Die Grundschule Neustädter Bucht am Steinkamp soll als alleiniger Grundschulstandort in Neustadt in Holstein erhalten bleiben. Der Bürgermeister wird beauftragt einmal jährlich die Schulanfängerstatistik für die Grundschule Neustädter Bucht dem AfgA vorzulegen. Dabei soll auch eine Prognose unter Berücksichtigung der Zuzüge vorgelegt werden.
Abstimmungsergebnis AfgA: Ja-Stimmen: 5 Nein-Stimmen: 1 Enthaltungen: 2
Abstimmungsergebnis PUBA: Ja-Stimmen: 7 Nein-Stimmen: 1 Enthaltungen: 0
Herr Fenner führt in die Vorlage ein. Die Verwaltung habe geprüft, ob der Standort der Grundschule am Steinkamp langfristig ausreichend sei und die zu erwartenden Einschulungszahlen aufnehmen könne. Für den Ausbau der Offenen Ganztagsschule (OGS) gebe es bereits konkrete Planungen, die Ausschreibung der Planungsleitungen sei für dieses Jahr vorgesehen. Das vom AfgA bereits beschlossene Raumprogramm berücksichtige weitere notwendige Schritte, um langfristig steigende Schülerzahlen aufnehmen zu können. Auch die Vergrößerung der Mensa sei aufgrund der steigenden Schülerzahlen erforderlich. Diese Anforderungen wurden in den Planungen des Bauamtes berücksichtigt und erfüllt. Die Mensa müsse ebenfalls erweitert werden, da die Kinder aktuell in zwei Schichten Essen müssen. Durch den geplanten Umbau soll ein gleichzeitiges Mittagessen für alle Kinder möglich sein. Durch den Ausbau kann der aktuelle Standort am Steinkamp den erwarteten Zahlen gerecht werden.
Herr Geffken führt aus, dass er aufgrund des Zuzugs von Fachkräften mit einem stärkeren Anstieg der Kinderzahlen rechne.
Herr Fenner entgegnet, dass der geringe Zuwachs an Kindern in den vergangenen zehn Jahren statistisch belegt sei. Die geplanten Schulkapazitäten seien vor diesem Hintergrund ausreichend. Selbst bei einer Hochrechnung könne im Jahr 2032 ein Höchststand von 599 Schülerinnen und Schülern erreicht werden. In diesem Fall würde sich die Schule zwar an der Belastungsgrenze bewegen, könne jedoch weiterhin alle Kinder aufnehmen. Nach dem Jahr 2032 sei wieder von sinkenden Kinderzahlen auszugehen. Auch zuziehende Familien seien bereits im Demografierechner berücksichtigt worden, da dort alle Projekte, die neuen Wohnraum in Neustadt in Holstein schaffen, hinterlegt seien.
Herr Kruschke fragt, was der Grund dafür sei, dass bis 2032 ein Anstieg der Kinderzahlen zu erwarten sei und dann die Zahl wieder abnimmt.
Herr Fenner erläutert, dass ab den Jahren 2031/32 vergleichsweise geburtenschwache Jahrgänge mit etwa 90 Geburten eingeschult würden. Es sei daher davon auszugehen, dass sich der aktuell rückläufige Trend weiter fortsetze.
Herr Rieger ergänzt, dass die Statistik sämtliche maximal geplanten Wohneinheiten einbeziehe. Nach deren Umsetzung sei mit einem Rückgang des Zuzugs zu rechnen, was auch den bundesweiten demografischen Entwicklungen entspreche.
Herr Stein äußert, dass in der Vergangenheit bereits Beschlüsse zur Reduzierung von Bauvorhaben vorlagen, jedoch mehr gebaut wurde. Es sei daher davon auszugehen, dass die Bautätigkeit kontinuierlich fortgesetzt werde. Die Fehmarnbeltquerung werde voraussichtlich zu weiterem Zuzug führen. Darüber hinaus seien Krisen, wie der Ukrainekrieg, nicht vorhersehbar. Es bestehe jedoch die Möglichkeit, dass zukünftige Krisen zusätzlichen Zuwachs bewirken. Neustadt in Holstein müsse auf solche Entwicklungen vorbereitet sein.
Herr Geffken verweist auf skandinavische Länder als Vorbild, in denen öffentliche Gebäude multifunktional genutzt würden. Ein Rückgang der Kinderzahlen bei gleichzeitiger Zunahme der älteren Bevölkerung könne eine flexible Umnutzung öffentlicher Gebäude erforderlich machen. Beispielsweise sei eine abendliche Nutzung der OGS-Räumlichkeiten für Seniorinnen und Senioren denkbar.
Herr Rieger sagt, dass die Attraktivität der eigenen Gemeinde häufig überschätzt werde. Daher solle man realistisch denken und statistisch schauen, wie die Einwohnerzahl in Neustadt in Holstein steigen werde. Ostholstein verzeichne keinen guten Zuwachs. Der Demografierechner habe das alles eingerechnet und könne realistisch den Zuwachs aufzeigen. Die Prognose von 599 Kindern in 2032 sehe er als eher unrealistisch und zu hoch gegriffen.
Herr Marggraf stellt den gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen zu TOP 2 vor und bittet, die Möglichkeit eines Neubaus der Grundschule Neustädter Bucht an einem neuen Standort zu prüfen. In diesem Zusammenhang sind auch mögliche Fördermittel zu ermitteln und darzustellen. Nach Auffassung der CDU-Fraktion bilde der aktuell zugrunde gelegte Demografierechner nicht alle relevanten zukünftigen Entwicklungen ausreichend ab. Diese Prüfung sei notwendig, um eine langfristig tragfähige, pädagogisch, funktional und baulich angemessene Lösung zu gewährleisten. Herr Block merkt an, dass es hilfreich gewesen wäre, den Antrag schriftlich und zu einem früheren Zeitpunkt vorzulegen. Eine sachliche Diskussion sei unter diesen Umständen nicht möglich.
Frau Giszas schließt sich der Einschätzung der Verwaltung an und äußert Vertrauen darin, dass alle Kinder aufgenommen werden können. Der Ausbau hätte bereits beim Bau der Grundschule am Steinkamp berücksichtigt werden müssen. In die Schule sei bereits erheblich investiert worden.
Herr Rieger weist darauf hin, dass der aktuelle Schulstandort aufgrund seiner zentralen Lage für alle Schülerinnen und Schüler in Neustadt in Holstein gut erreichbar sei. Der Schulhof sei 6.000 m² groß und damit größer als der alte Schulhof der Hochtorgrundschule.
Frau Spiegel legt dar, dass die Kapazitäten der Schule bereits aktuell stark ausgelastet seien. Es bedürfe zeitnah eine Lösung für die kommenden Jahre. Dabei spiele auch die Förderung durch Kreis und Staat eine Rolle und dort werden nur nach faktisch basierten Zahlen berücksichtigt und kein theoretischer Zuwachs einberechnet.
Frau Weise schildert, dass der aktuelle Antrag für die OGS-Förderung acht große Klassenräume für die OGS schaffe. In Verbindung mit der Erweiterung der Mensa belaufe sich der Neubau auf Kosten von rund sieben Millionen Euro ohne Förderung. Bis zu 85 % der Kosten könnten gefördert werden; eine verbindliche Förderzusage liege noch nicht vor. Die Förderung werde voraussichtlich deutlich höher ausfallen als bei einer regulären Schulbauförderung im Falle eines Neubaus.
Herr Marggraf erklärt, dass er die genannten Kosten sowie die mögliche Fördersumme erstmals in dieser Sitzung höre. Die Kosten für einen Neubau seien bislang nicht bekannt. Es fehle an Vergleichsoptionen. Dem Demografierechner könne er nicht vollständig vertrauen; er rechne vielmehr mit einem deutlichen Bevölkerungszuwachs.
Es folgt eine Diskussion über die zukünftige Bevölkerungsentwicklung und die Bauplanung.
Herr Rieger teilt mit, dass im Falle eines unerwartet starken Anstiegs der Kinderzahlen ein weiterer Ausbau der Schule sowie die Errichtung zusätzlicher Gebäude auf dem bestehenden Grundstück möglich seien. Ein Neubau sei hingegen nur auf einer freien Fläche realisierbar und aufgrund der Lage weniger attraktiv.
Herr Fenner ergänzt, dass selbst die Hochprognose von 599 Einschulungskinder realistisch nicht zu erwarten sei. Bei mehreren Kindern ist auch eine Erweiterung des neuen OGS-Gebäudes um ein weiteres Stockwerk möglich. Der Standort Steinkamp sei zukunftsfähig und könne alle erwarteten Kinder aufnehmen.
Es folgt eine fünfminütige Pause.
Herr von Hörsten könne nicht über den Antrag der Fraktionen CDU und Bündnis 90/Die Grünen abstimmen, da der Antrag erst am Morgen des Sitzungstages per Mail eingegangen sei. Der Antrag sei nicht faktenbasiert genug.
Frau Sagawe meldet, dass die Schule bereits jetzt zu klein sei. Für langwierige Planungen bestehe keine Zeit mehr. Bei einer Kinderzahl von 599 im Jahr 2032 entspreche dies sechs Klassen mit jeweils 25 Kindern, was mit dem geplanten OGS-Ausbau vereinbar sei.
Herr Casprowitz erklärt, dass das Thema eines Neubaus bereits in der Sitzung am 03.06.2025 diskutiert wurde und seitdem bekannt sei. Bereits da wurde über einen gewünschten Neubau gesprochen. Es werde kein sofortiger Neubau gefordert, sondern lediglich die Prüfung dieser Option sowie eine Diskussion möglicher Alternativen. Die in Aussicht stehenden Fördermittel für den OGS-Ausbau sprächen für die Weiterentwicklung und den Erhalt des bestehenden Standorts und gegen einen Neubau.
Herr Spieckermann erinnert, dass dieser gemeinsame Ausschuss schon früher stattfinden sollte, jedoch aus verschiedenen Gründen verschoben worden sei.
Herr Marggraf zieht den gemeinsamen Antrag von CDU und Bündnis 90/Die Grünen zurück.
Beschluss: Die Grundschule Neustädter Bucht am Steinkamp soll als alleiniger Grundschulstandort in Neustadt in Holstein erhalten bleiben. Der Bürgermeister wird beauftragt einmal jährlich die Schulanfängerstatistik für die Grundschule Neustädter Bucht dem AfgA vorzulegen. Dabei soll auch eine Prognose unter Berücksichtigung der Zuzüge vorgelegt werden.
Abstimmungsergebnis AfgA: Ja-Stimmen: 5 Nein-Stimmen: 1 Enthaltungen: 2
Abstimmungsergebnis PUBA: Ja-Stimmen: 7 Nein-Stimmen: 1 Enthaltungen: 0
Herr Fenner führt in die Vorlage ein. Die Verwaltung habe geprüft, ob der Standort der Grundschule am Steinkamp langfristig ausreichend sei und die zu erwartenden Einschulungszahlen aufnehmen könne. Für den Ausbau der Offenen Ganztagsschule (OGS) gebe es bereits konkrete Planungen, die Ausschreibung der Planungsleitungen sei für dieses Jahr vorgesehen. Das vom AfgA bereits beschlossene Raumprogramm berücksichtige weitere notwendige Schritte, um langfristig steigende Schülerzahlen aufnehmen zu können. Auch die Vergrößerung der Mensa sei aufgrund der steigenden Schülerzahlen erforderlich. Diese Anforderungen wurden in den Planungen des Bauamtes berücksichtigt und erfüllt. Die Mensa müsse ebenfalls erweitert werden, da die Kinder aktuell in zwei Schichten Essen müssen. Durch den geplanten Umbau soll ein gleichzeitiges Mittagessen für alle Kinder möglich sein. Durch den Ausbau kann der aktuelle Standort am Steinkamp den erwarteten Zahlen gerecht werden.
Herr Geffken führt aus, dass er aufgrund des Zuzugs von Fachkräften mit einem stärkeren Anstieg der Kinderzahlen rechne.
Herr Fenner entgegnet, dass der geringe Zuwachs an Kindern in den vergangenen zehn Jahren statistisch belegt sei. Die geplanten Schulkapazitäten seien vor diesem Hintergrund ausreichend. Selbst bei einer Hochrechnung könne im Jahr 2032 ein Höchststand von 599 Schülerinnen und Schülern erreicht werden. In diesem Fall würde sich die Schule zwar an der Belastungsgrenze bewegen, könne jedoch weiterhin alle Kinder aufnehmen. Nach dem Jahr 2032 sei wieder von sinkenden Kinderzahlen auszugehen. Auch zuziehende Familien seien bereits im Demografierechner berücksichtigt worden, da dort alle Projekte, die neuen Wohnraum in Neustadt in Holstein schaffen, hinterlegt seien.
Herr Kruschke fragt, was der Grund dafür sei, dass bis 2032 ein Anstieg der Kinderzahlen zu erwarten sei und dann die Zahl wieder abnimmt.
Herr Fenner erläutert, dass ab den Jahren 2031/32 vergleichsweise geburtenschwache Jahrgänge mit etwa 90 Geburten eingeschult würden. Es sei daher davon auszugehen, dass sich der aktuell rückläufige Trend weiter fortsetze.
Herr Rieger ergänzt, dass die Statistik sämtliche maximal geplanten Wohneinheiten einbeziehe. Nach deren Umsetzung sei mit einem Rückgang des Zuzugs zu rechnen, was auch den bundesweiten demografischen Entwicklungen entspreche.
Herr Stein äußert, dass in der Vergangenheit bereits Beschlüsse zur Reduzierung von Bauvorhaben vorlagen, jedoch mehr gebaut wurde. Es sei daher davon auszugehen, dass die Bautätigkeit kontinuierlich fortgesetzt werde. Die Fehmarnbeltquerung werde voraussichtlich zu weiterem Zuzug führen. Darüber hinaus seien Krisen, wie der Ukrainekrieg, nicht vorhersehbar. Es bestehe jedoch die Möglichkeit, dass zukünftige Krisen zusätzlichen Zuwachs bewirken. Neustadt in Holstein müsse auf solche Entwicklungen vorbereitet sein.
Herr Geffken verweist auf skandinavische Länder als Vorbild, in denen öffentliche Gebäude multifunktional genutzt würden. Ein Rückgang der Kinderzahlen bei gleichzeitiger Zunahme der älteren Bevölkerung könne eine flexible Umnutzung öffentlicher Gebäude erforderlich machen. Beispielsweise sei eine abendliche Nutzung der OGS-Räumlichkeiten für Seniorinnen und Senioren denkbar.
Herr Rieger sagt, dass die Attraktivität der eigenen Gemeinde häufig überschätzt werde. Daher solle man realistisch denken und statistisch schauen, wie die Einwohnerzahl in Neustadt in Holstein steigen werde. Ostholstein verzeichne keinen guten Zuwachs. Der Demografierechner habe das alles eingerechnet und könne realistisch den Zuwachs aufzeigen. Die Prognose von 599 Kindern in 2032 sehe er als eher unrealistisch und zu hoch gegriffen.
Herr Marggraf stellt den gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen zu TOP 2 vor und bittet, die Möglichkeit eines Neubaus der Grundschule Neustädter Bucht an einem neuen Standort zu prüfen. In diesem Zusammenhang sind auch mögliche Fördermittel zu ermitteln und darzustellen. Nach Auffassung der CDU-Fraktion bilde der aktuell zugrunde gelegte Demografierechner nicht alle relevanten zukünftigen Entwicklungen ausreichend ab. Diese Prüfung sei notwendig, um eine langfristig tragfähige, pädagogisch, funktional und baulich angemessene Lösung zu gewährleisten. Herr Block merkt an, dass es hilfreich gewesen wäre, den Antrag schriftlich und zu einem früheren Zeitpunkt vorzulegen. Eine sachliche Diskussion sei unter diesen Umständen nicht möglich.
Frau Giszas schließt sich der Einschätzung der Verwaltung an und äußert Vertrauen darin, dass alle Kinder aufgenommen werden können. Der Ausbau hätte bereits beim Bau der Grundschule am Steinkamp berücksichtigt werden müssen. In die Schule sei bereits erheblich investiert worden.
Herr Rieger weist darauf hin, dass der aktuelle Schulstandort aufgrund seiner zentralen Lage für alle Schülerinnen und Schüler in Neustadt in Holstein gut erreichbar sei. Der Schulhof sei 6.000 m² groß und damit größer als der alte Schulhof der Hochtorgrundschule.
Frau Spiegel legt dar, dass die Kapazitäten der Schule bereits aktuell stark ausgelastet seien. Es bedürfe zeitnah eine Lösung für die kommenden Jahre. Dabei spiele auch die Förderung durch Kreis und Staat eine Rolle und dort werden nur nach faktisch basierten Zahlen berücksichtigt und kein theoretischer Zuwachs einberechnet.
Frau Weise schildert, dass der aktuelle Antrag für die OGS-Förderung acht große Klassenräume für die OGS schaffe. In Verbindung mit der Erweiterung der Mensa belaufe sich der Neubau auf Kosten von rund sieben Millionen Euro ohne Förderung. Bis zu 85 % der Kosten könnten gefördert werden; eine verbindliche Förderzusage liege noch nicht vor. Die Förderung werde voraussichtlich deutlich höher ausfallen als bei einer regulären Schulbauförderung im Falle eines Neubaus.
Herr Marggraf erklärt, dass er die genannten Kosten sowie die mögliche Fördersumme erstmals in dieser Sitzung höre. Die Kosten für einen Neubau seien bislang nicht bekannt. Es fehle an Vergleichsoptionen. Dem Demografierechner könne er nicht vollständig vertrauen; er rechne vielmehr mit einem deutlichen Bevölkerungszuwachs.
Es folgt eine Diskussion über die zukünftige Bevölkerungsentwicklung und die Bauplanung.
Herr Rieger teilt mit, dass im Falle eines unerwartet starken Anstiegs der Kinderzahlen ein weiterer Ausbau der Schule sowie die Errichtung zusätzlicher Gebäude auf dem bestehenden Grundstück möglich seien. Ein Neubau sei hingegen nur auf einer freien Fläche realisierbar und aufgrund der Lage weniger attraktiv.
Herr Fenner ergänzt, dass selbst die Hochprognose von 599 Einschulungskinder realistisch nicht zu erwarten sei. Bei mehreren Kindern ist auch eine Erweiterung des neuen OGS-Gebäudes um ein weiteres Stockwerk möglich. Der Standort Steinkamp sei zukunftsfähig und könne alle erwarteten Kinder aufnehmen.
Es folgt eine fünfminütige Pause.
Herr von Hörsten könne nicht über den Antrag der Fraktionen CDU und Bündnis 90/Die Grünen abstimmen, da der Antrag erst am Morgen des Sitzungstages per Mail eingegangen sei. Der Antrag sei nicht faktenbasiert genug.
Frau Sagawe meldet, dass die Schule bereits jetzt zu klein sei. Für langwierige Planungen bestehe keine Zeit mehr. Bei einer Kinderzahl von 599 im Jahr 2032 entspreche dies sechs Klassen mit jeweils 25 Kindern, was mit dem geplanten OGS-Ausbau vereinbar sei.
Herr Casprowitz erklärt, dass das Thema eines Neubaus bereits in der Sitzung am 03.06.2025 diskutiert wurde und seitdem bekannt sei. Bereits da wurde über einen gewünschten Neubau gesprochen. Es werde kein sofortiger Neubau gefordert, sondern lediglich die Prüfung dieser Option sowie eine Diskussion möglicher Alternativen. Die in Aussicht stehenden Fördermittel für den OGS-Ausbau sprächen für die Weiterentwicklung und den Erhalt des bestehenden Standorts und gegen einen Neubau.
Herr Spieckermann erinnert, dass dieser gemeinsame Ausschuss schon früher stattfinden sollte, jedoch aus verschiedenen Gründen verschoben worden sei.
Herr Marggraf zieht den gemeinsamen Antrag von CDU und Bündnis 90/Die Grünen zurück.
Beschluss: Die Grundschule Neustädter Bucht am Steinkamp soll als alleiniger Grundschulstandort in Neustadt in Holstein erhalten bleiben. Der Bürgermeister wird beauftragt einmal jährlich die Schulanfängerstatistik für die Grundschule Neustädter Bucht dem AfgA vorzulegen. Dabei soll auch eine Prognose unter Berücksichtigung der Zuzüge vorgelegt werden.
Abstimmungsergebnis AfgA: Ja-Stimmen: 5 Nein-Stimmen: 1 Enthaltungen: 2
Abstimmungsergebnis PUBA: Ja-Stimmen: 7 Nein-Stimmen: 1 Enthaltungen: 0
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