Bürgerinfosystem Neustadt in Holstein
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Bericht: Herr Heckel ruft den Tagesordnungspunkt 7 auf und gibt das Wort an Herrn Rieger.
Herr Rieger erläutert, dass der erste Schritt eines Bauleitverfahrens der Aufstellungsbeschluss sei. Gegenstand sei nun die Vorbereitung dieses Aufstellungsbeschlusses für einen Bebauungsplan zur Nachverdichtung im Bereich Kreienredder, um den PUBA frühzeitig zu informieren. Mit der Baugenossenschaft stehe das Bauamt bereits seit längerem im Austausch. Die Baugenossenschaft habe den Auftrag, Wohnraum für ihre Mitglieder zu schaffen, weshalb verschiedene Maßnahmen und Standorte besprochen wurden.
Der Kreienredder biete sich an, um im Innenbereich zu verdichten um dort zusätzliche nutzbare Fläche zu schaffen. Dieser Innenverdichtung sollte in der Stadtentwicklung stets der Vorzug gegenüber der Versiegelung noch unbebauter landwirtschaftlichen Flächen im Außenbreich gegeben werden. Dabei sei diskutiert worden, welche Möglichkeiten für die bestehenden Gebäude und die relativ langen Gärten bestehen. Herr Rieger stellt anhand eines Erschließungsbeispiels die Ideen für den Kreienredder vor.
Das geplante Vorhaben sieht den Bau von Einzelgebäuden mit jeweils sechs Wohneinheiten auf den rückwärtigen Grundstücksflächen des Kreienredders vor. Insgesamt sei die Schaffung von etwa 30 bis 36 zusätzlichen Wohneinheiten möglich, die Gebäudehöhe solle eine Höhe bis zu 9 m betragen. Die Erschließung könnte rückwärtig über eine neu anzulegende, private Erschließungsstraße mit Wendehammer erfolgen, dafür müsste ein Gebäude entfernt werden. Eventuell könnte darüber auch der Rackersberg angeschlossen werden.
Bei den kleinen Häusern würden die Gärten dadurch etwa halbiert. Vom Kreienredder aus werde der Bau der neuen Häuser bei einer Gebäudehöhe von 9 m nicht auffallen. Zeitlich handele es sich um eine langfristige Flächenbevorratung mit baureifem Land. Sobald Bedarf bestehe, könne dort gebaut werden. Die bestehenden Häuser des sogenannten weißen Kreienredder will die Baugenossenschaft erhalten und sanieren.
Herr Rieger teilt mit, dass die Verwaltung vorschlägt, mit der Vorbereitung des Aufstellungsbeschlusses zu beginnen und anschließend die Erstellung eines Bebauungsplans (B-Plan) vorzubereiten.
Diskussion: Herr Heckel zeigt sich dankbar, dass die kleinen Häuser im Kreienredder erhalten bleiben, da sie zum prägende Stadtbild gehören.
Herr Rukat hält die Zweigeschossigkeit für gut, die Gebäudehöhe von 9 m würde er um zwei Meter erhöhen, damit das Dachgeschoss ausgebaut werden könne. Er schlägt außerdem vor, die Straße von Westen nach Osten zu verlegen, um die ruhigere Gartenseite zu erhalten, dadurch könnten 15 m Straße eingespart werden.
Herr Rieger weist darauf hin, dass es sich nur um ein erstes Erschließungsbeispiel handele. Der Hintergedanke sei, dass langfristig auch im Rackersberg eine Nachverdichtung möglich sei und diese an dieselbe Straße angeschlossen werden könne.
Frau Giszas fragt, wer die Erschließungsstraße bezahlen werde – die Baugenossenschaft oder die Stadt. Herr Rieger erklärt, dass dies noch mit der Baugenossenschaft abgestimmt werden müsse.
Herr Greve, selbst betroffen, hält das Vorhaben für eine ideale Möglichkeit, sozialen Wohnungsbau zu schaffen. Er empfiehlt zudem, auch den Rackersberg nachzuverdichten. Bereits jetzt bestehe jedoch ein großes Parkplatzproblem, da für jede Wohnung ein Stellplatz benötigt werde. Bezahlbarer Wohnraum werde zunehmend schwieriger, die Stadt solle daher geförderten Wohnraum schaffen.
Herr Heckel weist darauf hin, dass es sich beim Rackersberg überwiegend um Privatgrundstücke handele, sodass die Baugenossenschaft hier keinen Einfluss habe.
Herr Binias (Anwohner der „ungeraden Seite“ des Rackersbergs) äußert Bedenken hinsichtlich der Entwicklung der Grundstücke, des möglichen Baus einer Privatstraße sowie der Erweiterung des Kreienredders, insbesondere im Hinblick auf Straßenbaugebühren und Anliegerkosten, die möglicherweise auf die Eigentümer umgelegt werden könnten.
Herr Heckel ist der Ansicht, dass für die Anwohner keine Kosten entstehen werden und bittet Herrn Mehrpahl, Vertreter der Baugenossenschaft, hierzu Stellung zu nehmen.
Herr Mehrpahl erklärt, dass bisher noch nichts konkret geplant sei, es liege lediglich eine erste Konzeptidee vor. Die Baugenossenschaft habe den Auftrag, Wohnraum zu schaffen. Beim Kreienredder handele es sich um eine erste Idee. Es solle möglichst auf bereits im Besitz der Genossenschaft befindlichen Grundstücken geplant werden, um keine zusätzlichen Grundstückskäufe zu benötigen. Um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, werde die Genossenschaft weiterhin langfristig tätig sein.
Herr Heckel stellt fest, dass es keine weiteren Wortmeldungen gibt. Er stellt fest, dass der Ausschuss die Vorbereitung eines Aufstellungsbeschlusses begrüßt, und lässt über den Beschlussvorschlag abstimmen.
Beschluss: Der Bürgermeister wird beauftragt, die Vorbereitung eines Aufstellungsbeschlusses für einen Bebauungsplan zur Nachverdichtung im Bereich Kreienredder / Rackersberg einzuleiten. Der Aufstellungsbeschluss soll der Selbstverwaltung zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden.
Abstimmungsergebnis: einstimmig Ja-Stimmen: 9 Nein-Stimmen: 0 Enthaltungen: 0
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